Heldenhafte Photobooth – Der Aufbau

Am 28. November hat der SOZIALHELDEN e.V. sein zehnjähriges Jubiläum gefeiert. Die SOZIALHELDEN sind ein gemeinnütziger Berliner Verein, der es sich zum Ziel gemacht hat, soziale Projekte neu zu denken und so jedermann zu ermöglichen, daran teilzunehmen. Herausgekommen sind dabei beispielsweise Projekte wie „Pfandtastisch helfen!„, „Wheelmap.org“ oder auch „Leidmedien.de„. Grund genug also, diesem Verein (dem ich auch aus privaten Gründen nahestehe und immer wieder einmal ehrenamtlich unterstütze) dabei zu helfen, dass ihre Feier ein rauschendes Fest wird. Eine Photobooth unter dem Leitmotiv „Jeder kann ein Held sein!“ sollte für zusätzliche Stimmung sorgen. Vorab ein kleiner Spoiler: hat funktioniert…! 

Die Vorüberlegungen

Eine Ortsbegehung der Location, dem Microsoft Atrium in Berlin, machte klar: mit einem Systemblitz wie einst auf unserer Hochzeit konnte ich hier nichts bewerkstelligen. Ein großer Raum mit hohen Decken und eher mäßiger Beleuchtung als Rahmen für die Photobooth – das schrie nach Licht. Nach viel Licht. Kurzentschlossen kontaktierte ich die Rent-Abteilung von Calumet Photographic in Berlin mit der Bitte um Unterstützung – denn mein Budget war sehr gering, zumal ich die Gelder gemeinnütziger Vereine deutlich besser in ihrem Vereinszweck denn in Equipment für Veranstaltungen investiert sehe. Meine Ansprechpartner sahen das offenbar genauso, und so erhielt ich von Calumet ein deutlich rabattiertes Mietangebot für Studio-Equipment. Ein Hintergrund-Haltesystem wurde mir ebenso zur Verfügung gestellt wie zwei komplette Studioblitz-Sets und Softboxen – zu einem sehr fairen Preis.

Weiter ging es in Konzeptplanungen. Das Motto verlangte Kostüme und Accessoires im Superhelden-Look sowie einen passenden Hintergrund. Die SOZIALHELDEN entwarfen einen 2,50 mal 3,00 Meter großen Hintergrund mit der nächtlichen Berliner Skyline, der als Banner mit Ösen auf PVC-Plane gedruckt wurde. Praxistipp: auf die Materialstärke achten! Meine Annahme, dass 300g/qm für Plane ausreichend seien, um lichtundurchlässig zu sein, lief ins Leere – tatsächlich wurde der Hintergrund immer wieder einmal durchleuchtet. Das ist egal, wenn der Hintergrund vor einer Wand steht. Steht er allerdings wie in unserem Falle vor einer Plane, ist das eher mittel-optimal.

Auf der Suche nach Kostümen machte ich mich wiederum auf die Suche nach Sponsoren, die mich in meinem Vorhaben mit Leihkostümen unterstützen könnten, und wurde bei Maskworld.com fündig. Uns wurden für die Zeit einige Superhelden Kostüme zur Verfügung gestellt, und praktischerweise befand sich das Ladengeschäft von Maskworld auch noch in unmittelbarer Nähe zur Location – ein Volltreffer also!

Der Aufbau

Die Besucher sollten wahlweise die Photobooth selbst steuern können oder sich fotografieren lassen. Die Kamera wurde in einer Lightroom-Tethering-Sessions an das Macbook angeschlossen, ein zweiter Monitor zeigte den Besuchern direkt ihre Bilder an. Druck vor Ort gab es nicht, stattdessen sollten die Bilder direkt in einen freigegebenen Dropbox-Ordner gesichert werden. Praxistipp: Dropbox synchronisiert nicht in offenen WLAN-Netzwerken, und ein anderes stand mir nicht zur Verfügung – der Live-Upload scheiterte somit.

Folgendes Equipment wurde vor Ort für die Photobooth eingesetzt:

  • Nikon D7100 auf ISO640, vorfokussiert, AF deaktiviert, daher Blende 9
  • Netzteil für Nikon D7100 (ein leerer Akku ist eine echte Spaßbremse!)
  • AF-S DX NIKKOR 16–85 mm 1:3,5–5,6G ED VR auf 16mm voreingestellt, VR deaktiviert
  • Manfrotto BeFree Reisestativ für die Kamera
  • 2 Bowens Gemini 500r, angesteuert durch internen Kamerablitz als Slave
  • Calumet Hintergrund-Haltesystem
  • Fernauslöser Infrarot Nikon ML-L3
  • Macbook Pro
  • Externer Monitor

Die Kostüme wurden an einer Garderobe und auf einem Tisch übersichtlich präsentiert, allerdings empfiehlt es sich, hier eine zweite Person abzustellen, die Gästen bei Auswahl und Anziehen behilflich ist und zudem wieder für Ordnung auf dem Tisch sorgt.

Wie so oft begann die Party in der Photobooth etwas zögerlich, nahm aber schon schnell an Fahrt auf, und mein ursprünglich geplanter Zeitrahmen von etwa 1,5 Stunden wurde um Längen überschritten – und wir alle hatten Spaß damit. Vorsicht allerdings: die Blitze sollten mindestens eine halbe Stunde vor Abbau abgeschaltet werden, damit ihnen noch ausreichend Zeit bleibt, abzukühlen!

Die Ergebnisse können sich durchaus sehen lassen – hier eine winzige Auswahl an Bildern des Abends:

Besonderer Dank geht an:

  • Die SOZIALHELDEN, ohne die ich an diesem Abend sicher nicht so viel Spaß gehabt hätte (auf die nächsten zehn Jahre!)
  • Calumet Photographic Deutschland für das Studio-Equipment
  • Maskworld.com für die geliehenen Kostüme und Accessoires
  • Allen, die mir an diesem Abend geholfen haben

Weitere Bilder des Abends gibt es hier bei flickr: 10 Jahre SOZIALHELDEN – Die Feier

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