WordPress-Frust: Themes, Plugins, Updates

Foto: flickr.com / teddy-rised

Zunächst: ich mag WordPress. Auch wenn es nach der Lektüre in meinem Blog anders wirken mag. Ich arbeite täglich damit, es ist mein Beruf. Da fällt positive Hervorhebung naturgemäß etwas gebremster aus – was aber an WordPress neben allen Annehmlichkeiten so gar nicht geht, sind die immer und immer wieder auftretenden Probleme nach Updates. Denn eine der größten Stärken von WordPress ist zugleich die größte Schwäche: das Modulsystem.

Das Tolle an WordPress ist: ich klatsche meine Basisinstallation auf den Server – kurze Konfiguration, nach fünf Minuten läuft der Blog. Fehlende Funktionen? Egal, wie abgehoben die Wünsche auch sind: für fast alles gibt es ein Plugin, und inzwischen gibt es zigtausend durchaus ansehnliche Templates. Aber genau hier beginnt das Problem: ein Plugin aktualisiert sich unbemerkt automatisch – und plötzlich ist der RSS-Feed invalid. Folge: kein Stream mehr via RSS Graffiti zu Facebook. Das tut weh. Die Lösung steht bis heute aus.

Noch schöner ein Projekt, das ich ehrenamtlich betreue: aufgesetzt ist dort WP mit dem Prinz Brandford Magazine – Version 3.0, also aus einer Zeit, als Michael Öser das Theme noch kostenlos verbreitet hat. Upgraden würde ich gerne, aber für ein ehrenamtliches Projekt zahlen nicht – da endet dann auch mein Engagement. Nun, alles ging gut bis zum Update auf WordPress 3.0.4 – danach war Schicht. Der Server verabschiedete sich mit einem grollenden fatal error ins Nirvana. Die Serverlogs ergaben einen Fehler in der functions.php im Theme. Dort nachgesehen: seltsam. Ein Jahr lang hat diese Datei null Probleme gemacht und wurde nie geändert.

Zusammen mit dem Server-Admin haben wir die functions.php durchforstet und stießen im Errorlog auf diese Funktion:

[php]// Berechnung der aktuellen Woche zur Anzeige im Archiv

function getWeekRange(&$start_date, &$end_date, $offset=0) {
$start_date = “;
$end_date = “;
$week = date(‚W‘);
$week = $week – $offset;
$date = date(‚Y-m-d‘);
$i = 0;
while(date(‚W‘, strtotime("-$i day")) >= $week) {
$start_date = date(‚Y-m-d‘, strtotime("-$i day"));
$i++;
}
list($yr, $mo, $da) = explode(‚-‚, $start_date);
$end_date = date(‚Y-m-d‘, mktime(0, 0, 0, $mo, $da + 6, $yr));
}

getWeekRange($start, $end); [/php]

Eigentlich kein Fehler – bis uns auffiel: Moment! Wo werden die beiden Variablen $start und $end initialisiert? In der functions.php jedenfalls nicht. Zur Fehlerbehebung erstmal die letzte Zeile auskommentiert – und siehe da: alles läuft wieder. Nur das Archiv zeigt nun eben Daten statt Kalenderwochen an – egal, Hauptsache, alles läuft erstmal wieder. Offenbar wurde hier eine Globalvariable genutzt, die mit dem Update auf WordPress 3.0.4 weggefallen ist – und schon bricht alles zusammen. Und genau das ist einer der Haken an WordPress… aktuell läuft alles wieder. Bis zum nächsten Update…

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