WordPress und Communities

Foto: flickr.com / steven w

Jeder Blog lebt von Besuchern – optimalerweise solchen, die wiederkehren und von Lesern zu Fans werden, zu Botschaftern der eigenen Inhalte. Egal, ob ein Blog kommerziell als Zugewinn, zum Branding oder als Supportblog, oder einfach als Blog zum Personal Branding genutzt wird – ohne Leser ist er nichts wert. Jeder Blogger versucht daher, eine eigene Community zu gründen. Doch genau diesem Trend hinkt WordPress gewaltig hinterher.

Um echte Stammleser zu gewinnen, sollen Blogs grundsätzlich informieren und interessante Inhalte transportieren, gleichzeitig aber auch eine persönliche Note vermitteln. Von Haus aus bietet WordPress aber leider so gut wie keine Mittel, um sich als Blogger persönlich zu präsentieren: ein verschämter Hinweis auf den Autorennamen über dem jeweiligen Artikel ist meist das einzige – auch bei Kubrick als Default-Theme, das mit WordPress ausgeliefert wird. Der geneigte Blogger legt hierfür about me-Seiten an – die aber nur vergleichsweise selten gelesen werden. Der Artikel selbst erhält dadurch keine persönliche Note. Und wenn schon ich als Blogger nichts über mich unmittelbar preisgebe, wie soll ich dann meine Leser motivieren, sich aus der Anonymität herauszulösen und interaktiv zu werden?

Da gibt es zwar diverse Community-Plugins für WordPress – der Standard wäre wohl eine WPMU-Installation mit BuddyPress. Da aber ist für einen Standard-Blog schon fast wieder zu mächtig. Daher experimentiere ich derzeit mit Gravataren und einer Autoren-Infobox unter den Artikeln, um selbst aus der Anonymität herauszulösen. Im Einzelnen sieht mein unfertiges Konstrukt so aus: die Kommentare werden ergänzt um das Feld

[php]get_avatar( $id_or_email, $size = ’96‘, $default = “ );[/php]

Damit wird automatisch nach UserID oder Email nach einem entsprechenden Gravatar gesucht, wenn es das Theme unterstützt.
Zudem wird in der single.php unter den Content-Teil eine Autoreninfo-Box gesetzt:

[php]<?php get_avatar( $id_or_email, $size = ’96‘, $default = “ ) ?>

Dieser Artikel wurde am <?php the_time(‚d. F Y‘) ?> von <?php the_author() ?> geschrieben.<br />
<?php the_author_description() ?>[/php]

Das wird anschließend noch mit einem Link zu Facebook und Twitter, sofern vorhanden, ergänzt.
Um die Benutzerprofile um Facebook und Twitter zu ergänzen, muss in der Datenbank noch ein wenig aufgeräumt werden. Dafür legen wir in den Profilen Felder für FB und Twitter an – das funktioniert mit folgendem Codeschnipsel in der functions.php:

[php]function contactfields($contactmethods) {
// Add Twitter
$contactmethods[‚twitter‘] = ‚Twitter <span class="description">(username)</span>‘;
//add Facebook
$contactmethods[‚facebook‘] = ‚Facebook <span class="description">(Link)</span>‘;
// Remove unwanted contacts
unset($contactmethods[‚aim‘]);
unset($contactmethods[‚yim‘]);
unset($contactmethods[‚jabber‘]);
return $contactmethods;
}
add_filter(‚user_contactmethods‘,’contactfields‘,10,1);[/php]

AIM, Yahoo IM und Jabber werden da direkt entsorgt – wer es behalten will, muss die Passage löschen. Anschließend können die einzelnen Felder mit folgendem Codeschnipsel im Theme ausgelesen werden – beispielsweise Facebook:

[php]<?php the_author_meta(‚facebook‘); ?>[/php]

Ob diese Maßnahmen ausreichen – wird die Zeit zeigen.
Hat jemand von euch noch schlaue Ideen?

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